Nachdem mit der Wohnung alles erledigt war und ich mich in meinem neuen Heim ein paar Tage entspannt hatte, ging der Sprachkurs bei Linc los. Morgens um halb 10 gings los bis um 1 am Mittag. Der Unterricht war super locker und hat Spaß gemacht. Bei den alleruntersten Grundlagen gings los (zum Glück) und nach und nach begann dann das Sprechen. Die Sprachschule kann ich echt nur jedem empfehlen. Mit 7 Leuten saßen wir in der Klasse und unsere Lehrerin Patricia war super nett.
In der Klasse gabs natürlich auch einen CLown mit Namen Miguel. Der kam aus Österreich und hat auch im Spanischen seinen Slang voll durchscheinen lassen. Miguel war fett, unförmig, ist immer sofort rot geworden, hat erst gesprochen, dann nachgedacht und wusste alles besser. Außerdem hat er in den 2 Wochen Sprachkurs die unglaublichsten Kommentare vom Stapel gelassen. Bei der Frage, was man am Abend wenn man weggeht so an Kohle verprasst war seine Antwort “Joh so hunderochzig Eiro han scho amoi drin, gell? I moan, ma lebt ja nua oimol. Un so zwoa oder drei moi die Wochn gang I scho weg.” Außerdem hatte er nach einer Woche eine spanische Freundin, mit der er im edel Hotel Alfonso XIII essen war. Er war der Meinung, das wär nicht nur so eine Freundin, sonder sie sei total verknallt in ihn. Naja, Einbildung is auch ne BIldung. Das folgenschwerste Zitat war aber “Una Prägunta poa favoa”, womit Miguel JEDE Frage einleitet. Dieser Satz führte ständig zu diversen Lachern in der Klasse, wodurch seine Birne noch roter wurde. Oh man, aber lustig wars. Super Sprachkurs!
Dann gabs 2 mal die Woche abends noch “Social Events” (danke Thorsten für die unvergessliche Wortschöpfung), was mir einmal eine Führung durch Triana und einmal die Verköstigung von Manzanilla einbrachte. Das Zeug ist ein fieser Wein, meistens bitter und gar nicht mein Ding. Naja…muss man alles mal gemacht haben.
Sprachschule
10 02 2008Kommentare : Kommentar schreiben »
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Ingrid
29 01 2008Tags darauf war immer noch tote Hose auf dem Wohngsmarkt, zumindest (wie gehabt) für Männer… auch Nora hatte noch nichts von ihrem möglicherweise zukünftigen Vermieter gehört, meinte aber es sei doch ganz gut, wenn ich mir die Wohung schonmal ansehe und mich für den Fall der Fälle bei ihren Mitbewohnerinnen (2 Britinnen) vorstelle.
Also gings von der Übergangswohung am Ende von Triana ziemlich an den Nordrand der City in die Calle Sol, wo ich nach Verkehrsstau und Motorproblemen des Busses voll zu spät ankam. Aber da man sich da ja in Spanien schnell dran gewöhnt war das kein Problem. Die Wohung war schön und die Mädels super nett. Sofort wurde ich mit noch einem guten Rat losgeschickt, mich doch mal bei einer Wohnungsvermittlung zu melden, wo die drei ihre Bude herbekommen hatten. Also nix wie hin und extra betont, dass die Mädels mich schicken. Das sollte ich machen, weil der Bürohengst von der Vermittlung wohl auf eine der drei abfährt….wie dem auch sei…Vitamin B is immer gern gesehen!
Von der Vermittlung bekam ich drei Adressen, die ich mir allesamt ansah. Von 2 der Wohnungen war ich hellauf begeistert. Gut gelegen, freundliche Mitbewohner, super Zimmer, Preis…naja geht so aber ok und halbwegs kurzfristig zu beziehen. Tags darauf sollte sich dann herausstellen, wer den Zuschlag bekommt, denn vor mir waren 2 Holländerinnen, die meine Favoritin unter den Wohungen wohl nicht so toll fanden. JUHUU…die Vermittlungsgebühr von 50 Euro hätte zwar weh getan, aber ich war froh auf jeden Fall innerhalb 1-2 Wochen eine gute Wohung zu bekommen. Aber kam eh alles anders…
Um auf den Titel „Ingrid“ zurück zu kommen: Abends war Fußball angesagt und dazu ging es in eine deutsche Kneipe mit eben diesem Namen…bei Ingrid. Es gab viel zu teures Bitburger und Becks und Fußball aufm großen Fernseher. Ja da schlägt das deutsche Herz hoch…=) Recht angeheitert machten wir uns nach etlichen weiteren Bieren auf den Heimweg. Und dann passierte das unglaubliche: Gabriel rief tatsächlich an und fragte mich, ob ich einziehen wollte, weil derjenige, den sie sich zuerst ausgesucht hatten nun doch nicht mehr wollte. Endkrass! Also direkt am nächsten Tag aus der Ranzbude in Triana raus und alles rübergeschleppt in die Calle Arjona. Man war ich froh eeeeendlich ne Wohung zu haben. Tja unverhofft kommt oft und dann sehr überaschend. So wohne ich jetzt also mit zwei super netten Spaniern zusammen in ner klasse Wohnung mit Balkon, nur 5 min Fußweg in die City und 200m hinterm Haus ist der Park am Río Guadalquivir…. Jippiiiii!!
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Die erste Veränderung
28 01 2008Zum Start der neuen Woche zogen Marco und ich bei Markus aus, damit der auch mal wieder seine Ruhe hat. Stattdessen waren wir auf eine Anzeige aufmerksam geworden, die zu vernünftigem Preis Zimmer pro Woche versprach. Also nix wie angerufen und vorbei gegangen. Der Vermieter entpuppte sich als deutscher Installateur namens Christian und war so ganz nett, machte aber nicht den vertrauenswürdigsten Eindruck. Aber in der Not….
Also Sachen gepackt und ab ins Doppelzimmer für 75 Euro die Woche. Dort wollte Marco die nächsten 2 Wochen verbringen, bis er Markus Bude übernehmen konnte und richtete sich erstmal häuslich ein. Die Wohung war eher mäßig gemütlich und das Bad auch eher siffig. Aber immerhin ein eigenes Zimmer und nicht mehr andern Leuten auf den Keks gehen. Weiteres Problem war, dass dort kein Internet verfügbar war. Die Zugangscodes hatte ein Kumpel von besagtem Vermieter und er wollte sie „in den nächsten Tagen“ organisieren. Komisch….naja auf jeden Fall war ja klar, dass wir die niemals zu Gesicht bekommen würden. Ich aber, schlau wie ich bin, fand ein ungesichtertes Wifi in der Nachbarschaft und konnte schön surfen, während der tolle Marco mit seinem ach so tollen MÄÄÄC in die Rohre guckte. Muahahaaa!! Ausgleichende Gerechtigkeit, denn ich hatte bei Markus kein Netz.
Die erste Nacht im „eigenen“ Bett war toll, aber schweinekalt, denn in der Butze zog es wie Hechtsuppe und der Boiler hat das Wasser eher Pipiwarm gemacht als sonst was. Also war kalt duschen angesagt. So ne Scheiße! Den Tag verbrachte ich mit sufen und Wohungen suchen, da Montag und Dienstag immer am meisten neue Angebote eingestellt werden….sagte man mir. Es gab aber nichts vernünftiges und Nora wusste auch nichts neues. Abends wartete ich auf den Anruf von Gabriel, der aber natürlich nicht kam. Langsam wurde es mir etwas mulmig, weil ich keine Lust hatte ewig auf Wohungssuche zu sein….naja….
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Das erste Wochenende
27 01 2008Am ersten Wochenende wurden wir – also MC Marco und ich – erstmal in das Nachtleben von Sevilla eingeführt. Zudem mussten wir umziehen. Bisher waren wir bei Verena untergekommen, nur leider bekamen ihre italienischen Mitbewohner Besuch, so dass wir von nun an dem Markus auf den Keks gehen konnten. Der wohnte auch ziemlich gut gelegen auf der andren Flussseite in Triana. Marco machte erstmal mit ihm aus, dass er sein Zimmer am 15. Februar übernehmen würde und beendete so seine Wohungssuche. Ihm war allerdings noch nicht ganz klar, wo er in der Zwischenzeit wohnen würde. Dazu aber später mehr.
Samstag abend ging es erstmal auf die Calle Betis zum Vortrinken. Später besuchten wir dann eine sehr urige Flamenco-Bar, wo es gegen 12 los ging. Erstmal strömten bestimmt an die 200 Leute in den kleinen Schuppen und wir nahmen auf winzigen Höckerchen Platz und warteten was passiert. Nach kurzer Zeit stellte sich schnell heraus, dass eine korpulente sechzigjährige „madre“ wohl die Chefin war, denn mit ihrem Organ übertönte sie jeden in dem Laden und jeder hörte ihr auch zu. Nachdem sich jeder mit Getränken versorgt hatte kamen einige Musikanten nach vorne und begannen Lieder zu spielen, die jeder in dem Schuppen mitsingen konnte, nur ich nicht. War aber trotzdem ziemlich cool und ging recht lang, denn: Als wir aufstehen und gehen wollten, zeigte die nette Dame uns ziemlich unmissverständlich, dass es noch nicht Zeit zum gehen war! Also blieben wir noch eine halbe Stunde, währned Marco vor Müdigkeit die Augen zufielen…=) Deshalb brachten wir ihn dann in Markus Wohnung und gingen dann noch mit den anderen Jungs und Mädels in eine Mischung aus Bar und Disco, wo fast nur Tommys rumliefen. Relativ spät gings dann ins Bett, war auf jeden Fall ein super Abend!
Den Sonntag nachmittag verbrachten wir am Fluss in der Sonne, während sich Deutschland im Eisregen befand..hehehe!!!
Am abend meldeten sich Gabriel und sein Mitbewohner natürlich nicht. Stattdessen rief ich an und fragte, was denn wäre. Daraufhin erklärten sie mir, sie würden sich Motag melden. Ganz toll. Am Abend war wieder Salvador und Alfalfa angesagt, wo sich die Gespräche hauptsächlich um Wohungssuche usw. drehten. Da lernte ich dann auch die Nora kennen, die evtl. aus ihrer Wohung auszieht, aber noch auf Antwort von ihrer neuen Wohnung wartet. Ihr ging es also ähnlich wie mir. Das Warten lernt man hier wirklich! Ich hatte also evtl. wieder einen Fuß in der Tür und das machte Hoffnung!
So startete ich nicht allzu deprimiert in die neue Woche.
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Wohnungsbesichtigungen
24 01 2008Mittags hatte ich den ersten Besichtigungstermin. Die Wohnung war ganz gut gelegen, war auch ganz nett und sah recht ordentlich aus. Die Mitbewohnerin, die mich herumführte war auch sehr freundlich, sah aber etwas seeeehr alternativ aus. Mit wallendem Umhang stand sie in der Küche und kochte Kohl. Die ganz Bude stank danach. Zudem gabs kein Internet und das Zimmer war ziemlich klein und hatte keine mir bekannte geometrische Form. An sich ne nette Wohnung, aber halt kein Internet. Das wär doof.
Nachmittags ging ich dann zur Besichtigung einer anderen Wohnung etwas weiter draußen. Naja „etwas“ ist nicht ganz das richtige Wort. Auf der Karte sah das aus wie ein Katzensprung, war aber locker 20 Minuten zu laufen und zwar nicht vom Zentrum, sondern vom Ring aus. Die Gegend der Wohnung war mies, das Haus eher ne Mietskaserne. Das Pärchen, was dort lebte war aber sehr nett und super freundlich. Außerdem war die Wohnung mit Internet und ziemlich preiswert. Wäre sie zentraler gewesen, hätte ich sie sofort genommen. Zu allem Überfluss ließ der junge Mann es sich nicht nehmen, mich mit dem Auto wieder ins Zentrum zu bringen. Da steht man so furchtbar moralisch in der Verpflichtung. Naja, hab ihm aber gesagt, dass es wohl nix wird.
Die nächste Besichtigung fing schon gut an, weil ich einen anderen Treffpunkt verstanden hatte, als der Vermieter. Der kam dann nach 20 Minuten zum „Hotel Viapol“, wollte sich aber eigentlich am „Einkaufszentrum Viapol“ treffen. Googlemaps kannte aber leider nur das Hotel, also hab ich da gewartet. Der Kerl war ein ziemlich geschniegelter Lackaffe. Dazu sag man hier wohl Pijo. Hemd offen, Brusthaare raus, eine Tube Gel im Haar und in After Shave gebadet. Außerdem sprach er nur Spanisch, kein Wort englisch. Die Verständigung klappte trotzdem halbwegs, auch wenn ich nur 10 Prozent von dem verstand, womit er mich vollschwallte. Die Wohnung war komisch, voll steril und teuer, außerdem blöd gelegen. Also hab ich mich da ganz schnell wieder von dem unangenehmen Typ verabschiedet und mich auf dem Weg zur nächsten Besichtigung erstmal verlaufen.
Inzwischen war es dunkel geworden und ich hab mich nicht mehr wirklich zurecht gefunden. Irgendwie kam ich aber dann doch noch in der Calle Arjona an, wo ich mich mit Gabriel treffen wollte. Der kam dann nach einigen Schwierigkeiten auch zu dem Mercedes Händler, wo ich wartete und zeigte mir die Wohnung (in der ich jetzt sitze). Ich war hellauf begeistert. Super Bude, Preis ok und 2 Spanier als mögliche Mitbewohner. Problem: Ich kam auf die Interessentenliste (Stichwort Angebot und Nachfrage). Sie wollten sich aber Sonntags entscheiden und sich melden. Naja, immerhin ein Lichtblick
Also beschäftigte ich mich abends wieder mit der Suche auf allen möglichen Internetseiten.
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Die Sprachbarriere
23 01 2008Bereits am zweiten Tag wurde es offensichtlich: Mit den 2 Semestern luschi Sprachkurs ohne richtig Lernen kommt man hier nicht weit. Es war nämlich an der Zeit Wohnungsanzeigen zu studieren. Da das mit dem Lesen ganz gut klappte und leo.org schließlich auch noch einen wichtigen Beitrag zum Verständnis leistete, waren bald einige Telefonnummern auf meiner Liste, bei denen es Wohnungen zu ergattern gab.
Problem 1: Telefon
Lösung: Spanische Handykarte mit Startguthaben bei der nur spanisch sprechenden Tante im Phone House für 20 Euro gekauft
Problem 2: Anrufen
Was tut man am Telefon, wenn man der Sprache nicht mächtig ist? Schließlich sieht der andere weder Hände noch Füße.
Lösung: Wichtige Sätze zurecht legen und zum Ablesen bereit zu Papier gebracht.
Problem 3: Antworten
Was tun, wenn der Gegenüber nicht mit Si oder No antwortet, sondern irgendwas erzählt oder gar fragt? Aaaaahhh! Nix verstähn! Da kommste dir vor die Karl Otto.
Lösung: Man nehme eine Freundin, die schon seit September in Sevilla ist und solche Telefonate bei denen man nix versteht übersetzt. Juhuuu! Danke Verena!
Nach etlichen Absagen gabs dann wenigstens ein paar Besichtigungstermine für den nächsten Tag. Das größte Problem bei der Wohungsfindung war aber, dass 8 von 10 Angeboten mit „Se busca chica“ oder „Busco companera“ anfingen. Scheinbar wollen Mädels nur mit Mädels zusammen wohnen und Jungs auch nur mit Mädels. Als Mitglied der seltenen Spezies „Mann“ war es also nicht eben einfach vernünftige Angebote zu finden. Entweder waren die Wohnungen so weit draußen, dass man selbst mit dem Bus ewig zur Uni unterwegs gewesen wäre, oder sie waren so teuer, dass nach ein paar Monaten die mühsam erknauserten Ersparnisse aufgebraucht wären.
Aber immer wieder bekam man von den Leuten, die das ganze Spiel schon im September mitgemacht haben zu höhren: Kopf nicht hängen lassen und weitersuchen. Spätestens nach 2 Wochen hat hier jeder was, womit er mehr oder weniger zufrieden ist.
Und so kam es ja dann auch!
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Erster Abend
22 01 2008Am Abend nach der Ankunft wurden wir von der lieben Verena an der Bushaltestelle abgeholt und schleppten unsere Habseligkeiten zu ihrer Wohnung, wo wir die nächsten Tage für umsonst wohnen durften.
Kurz danach ging es dann schon los zur ersten Abendveranstaltung in Sevilla. Man könnte es auch „Social Event“ (danke Torsten) nennen. Man traf sich am Plaza San Salvador, wo die Kneipen bis 12 aufhaben und draußen Bier getrunken wird. Hahaaaa, Ende Januar spät abend draußen mit leichter Jacke und Bier. Super Anfang! Während also die daheim gebliebenen in der deutschen Kälte zitterten, machten wir uns mit anderen deutschen Erasmus Studenten bekannt, die Verena und Markus, unsere Dortmunder Kollegen, kennen gelernt hatten. Zuerst wurden wir natürlich mit guten Tipps und Hinweisen überhäuft, für die ich auch sehr dankbar war!
Es wurde natürlich immer später und irgendwann gings dann Richtung Couch in Verenas Wohnzimmer, wo ich dann die erste Nacht in Spanien verbrachte. Wegen der blöden leichten Jacke, die ich dämlicherweise nur angezogen hatte hab ich mir natürlich erstmal nen Schnupfen geholt.
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Ab nach Spanien
22 01 2008Spanien….5 Monate Sonne und eine Sprache, die ich noch zu lernen hoffe….
Los ging die Reise ins Ungewisse am Bahnhof in Wuppertal. Nach einer wie immer eindrucksvollen Sbahn Fahrt nach Düsseldorf traf ich den andern Kerl, der mit mir nach Sevilla fährt: Marco, oder kurz MC. Da er sich am Bahnhof noch was zu essen holen musste, haben wir den Zug nach Weeze fast verpasst! Na, nicht wirklich, aber es hätte zu uns gepasst.
Mit dem pissels RE ging es dann los in Richtung Flughafen Niederrhein, den keiner von uns je zuvor gesehen hatte. Ob und wann in Weeze ein Shuttle Bus zum Flughafen fuhr, wusste wir nicht, weil man an dem Drecks-Flughafen natürlich wochenlang niemanden erreichen konnte. Aber ein bischen gute Laune und Zuversicht haben noch niemandem geschadet. Also auf gut Glück nach Weeze!
Am „Bahnhof“ Weeze angekommen bot sich ein kurioses Bild. Man steigt auf einen ungefähr anderthalb Meter breiten Bahnsteig aus und ist dann mitten im nirgendwo zwischen ein paar Häusern. Da wohnen tatsächlich Menschen! Immerhin erfuhren wir, dass der Flughafenbus jede Stunde fährt; aber erst nachdem man eine Servicenummer angerufen hatte, die an der Bushaltestelle stand…. Also Taschen abgestellt und gewartet, Brötchen gegessen, Cola gesüppelt und siehe da: Überpünktlich kam der Bus inklusive Fahrer, der morgens ziemlich tief in die Witzekiste gegriffen hatte…oh man, Landeier halt!
Nach ziemlich ruppiger Fahrt kamen wir dann natürlich viel zu früh am Flughafen an und hatte jede Menge Zeit uns umzusehen. Viel umzusehen gibts da aber nicht, also rein und die Taschen aufgegeben. Jeder von uns hoffte und betete, dass das halbe Kilo mehr in der Tasche keinem auffällt und das Handgepäck nicht gewogen wird. Aber zack zack war der Koffer weg und das Handgepäck wollte keiner sehen. Klasse! Umsonst voll Sorgen gemacht. Aber besser so als andersherum. Wahrscheinlich war die Check-in Tante so von unserer Schönheit beeindruckt, dass sie alles andere vergessen hat!
Ziemlich pünktlich ging dann der Flieger ab nach Sevilla.
Und auf gehts!
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